Tour 43: Braunlage und Umgebung

Tour 43: Braunlage und Umgebung

Datum der Tour: 30. Mai 2026

Start- & Zielpunkt: Braunlage - Parkplatz an der Wurmberg-Seilbahn

Dauer: 4:15 Std.

Länge: 19.2 km

Aufstieg: ➚ 570 m

Abstieg: ➘ 570 m

Stempelstellen: 9932 | 012 | 156 | 018

Quelle: Screenshot von Komoot

Wenn sich 1/3 der Wandertruppe mal eine Wanderung mit viel Wasser und auch Wasserfällen wünscht, dann wird dieser Wunsch natürlich auch sofort erfüllt. Wir haben gerade die perfekte Jahreszeit und eine Idee zur Route hatte ich auch schon im Kopf. Ich habe im letzten Jahr die nahezu identische Wanderung alleine im Regen gemacht. Sie ist eigentlich perfekt auf den Wunsch zugeschnitten.

Die Wanderung wurde noch etwas „verfeinert“ und um einen weiteren Stempel für mich erweitert, denn die drei Stempel auf der Wanderung hatte ich ja bereits in den Heften. Herausgekommen sind eine kleine Wanderung von 2 Kilometern und die Rundwanderung von 17 Kilometern entlang der Bodefälle und den Wurmberg hinauf. Für die insgesamt vier Stempel kommen so ca. 19 Kilometer und ungefähr 600 Höhenmeter zusammen. Mal sehen, ob es wirklich dabei bleibt.

Ramona und ich kamen gegen 7 Uhr in Celle an und sammelten, quasi im Vorbeifahren, Tobi ein. Die Zeit für die Brötchen nahmen wir uns natürlich noch, und nach dem Verstauen der „Wanderkiste“ von Tobi ging es los. Das erste Ziel war Bad Harzburg, denn das Mutter-Tochter-Gespann bei Mannamia sollte mal wieder die komplette Gang zu Gesicht bekommen.

Schon beim Befahren des Parkplatzes wurden wir winkend durch das Schaufenster begrüßt. Einfach herrlich, die beiden Frauen. Zeit zum „Flachsen“ war beim Einfüllen des Kaffees genug, und wir fuhren anschließend gut gelaunt in Richtung Braunlage.

Dort hatte ich den neuen Jubiläums-Stempel HWN 9932 (Waldcafé Forellenteich) eingeplant. Die neuen Stempel für das Jubiläumsheft liegen auch echt extrem mies, um sie in einen guten Rundkurs mit weiteren Stempeln der Harzer Wandernadel einzubauen. Das hat zur Folge, dass fast alle Wanderer daraus eine schnelle Nummer und somit eine „Drive-in“-Nadel machen. Schade eigentlich.

Der Parkplatz vom Waldcafé war gut zu erkennen und wir stiefelten den einen Kilometer zum neuen Kasten ohne zusätzliches Gepäck. Die Sonne schien, alles war schön grün und das Waldcafé ist echt sehr schön gelegen in der Landschaft. Leider wurde der tolle Eindruck nur von den Angestellten dort vor Ort etwas getrübt. Man sei mitten in den Vorbereitungen für das Tagesgeschäft und möchte eigentlich nicht gestört werden, um jemanden auf die Toilette zu lassen. Man kann nur hoffen, dass es ein Ausrutscher war – denn so viele Gäste kommen hier wahrscheinlich nicht vorbei und die Location ist echt ein Highlight.

Zurück beim Auto wurde der Hunger immer größer. Zum Glück war es nicht sehr weit bis zum Parkplatz an der Wurmberg-Seilbahn. Es war dort schon relativ voll für die Uhrzeit, aber das sollte uns ja nicht stören. In aller Ruhe genossen wir unser „Kofferraumklappen-Frühstück“ und nach dem Anlegen der Ausrüstung ging es los. Ich war gespannt, denn heute lief ich das erste Mal mit einer Trinkblase im Rucksack. Die zwei Liter mehr zu trinken waren bei dem Wetter genau das Richtige.

Direkt nach der Seilbahn gingen wir über den Glashüttenweg in Richtung Achtermannshöhe (HWN 12). Die wundervolle und sehr grüne Landschaft (hat nicht mal jemand behauptet, dass es im Harz keine Bäume mehr gibt?) führte uns entlang der Warmen und Großen Bode vorbei an schönen Wasserfällen. Alle paar Meter mussten wir anhalten, um ein paar Fotos zu machen und um einfach nur „zu sein“. Total genial, diese Landschaft hier um diese Jahreszeit. Nun führte uns die Große Bodestraße direkt zum „Böser Hund“. Dort bogen wir ab, um den Achtermann zu besteigen. Eine anspruchsvolle, aber tolle Steigung führte uns dann über die tolle Steintreppe hinauf zur Achtermannshöhe.

Wanderhighlight: Große Bode

Die Große Bode ist der linke, etwa 4,5 km lange Quellbach der Warmen Bode. Ihre Quelle befindet sich am Fuße des Brockens im Südteil des sogenannten Brockenfeldes, an der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt. Gleich in der Nähe liegen die Ursprünge der Kalten Bode, der Ecker und der Oder. Die Große Bode fließt überwiegend nach Süden, am Westhang des Wurmberges Richtung Braunlage. Ihr Bachlauf ist von kleinen Wasserfällen und Fallstufen geprägt, darunter der Obere Bodefall. Vor Braunlage vereinigt sie sich mit der Kleinen Bode zur Warmen Bode. Quelle: Wikipedia

Hier war es schon etwas voller, was wohl dem Wetter geschuldet war. Alle hier anwesenden genossen die tolle Aussicht. Es gibt nicht sehr viele Orte im Harz, wo man auf einem Foto den Brockenturm und gleichzeitig die Wurmberg-Baude erkennen kann. Eine sehr schöne Weitsicht wurde uns hier geboten. Es war noch ein weiter Weg zum Wurmberg hinauf, also gingen wir weiter.

Mann, was sind wir blöd. Achtermann hoch, Achtermann runter, Wurmberg hoch, Wurmberg runter. Es geht auch einfacher, aber einfach kann jeder! Der Weg hinauf zur Wurmberg-Baude (HWN 156) war im ersten Abschnitt sehr schön. Es ging am Projekt „Wurmbergmoor“ vorbei in Richtung des etwas langweiligerem Teil zum Berg hinauf – der Sögdingsweg war eine langgezogene, langweilige und steile Straße, aber irgendwann kamen wir dann oben an.

Wie befürchtet, war es dort sehr voll. Viele Familien mit kleinen Kindern und Hunden wollten dort bespaßt werden. Das klappte auch ganz gut, denn hier oben verlief sich die Menschenmenge ganz gut. Ziemlich zielstrebig gingen wir uns erst einmal ein kaltes Getränk holen. Man, das tat in der Mittagshitze echt gut. Auch die Füße wollten gekühlt werden und sie durften ein paar Minuten im Speichersee verweilen.

Wanderhighlight: Stempelstelle 156 (Wurmberg-Baude)

Der Wurmberg (971 m ü. NN) ist der höchste Berg des Bundeslandes Niedersachsen und nach dem Brocken die zweithöchste Erhebung im Harz. Der Wurmberg liegt außerhalb des Nationalpark Harz 3 km nördlich von Braunlage und 4,8 km Luftlinie vom Brockengipfel entfernt. Dazwischen liegt das Tal der Kalten Bode und die Grenze zu Sachsen-Anhalt bzw. zu Zeiten der Deutschen Teilung die Grenze zur DDR. Auf dem Gipfel wurde 1922 die Wurmbergschanze errichtet, deren 30 m hoher Anlaufturm auch eine Aussichtplattform enthielt. In 1950 wurde neben der Schanze eine Baude errichtet, die heutige Wurmbergalm. Die Skisprungschanze wurde 2014 wegen Bauschäden abgerissen. Seit 1963 führt die Wurmbergseilbahn von Braunlage aus auf den Gipfel und wurde in 2001 als komplett durchgängige Bahn erneuert – mit Aus- und Zustiegsmöglichkeit an der Mittelstation. Die Seilbahn ist 2,8 km lang und überwindet ca. 400 m Höhenunterschied. Sie wird ganzjährig betrieben und befördert Wanderer, Skifahrer, Mountainbiker und Monsterrollerfahrer auf den Gipfel. Quelle: Harzer Wandernadel

Den abertausenden Kaulquappen gefiel das gut und ich bekam eine kostenlose Kaulquappen-Pediküre. Ob das eine tierfreundliche Fußpflege-Methode war, wage ich zu bezweifeln.

Für den Rückweg, die 375 Stufen lange Metalltreppe (entlang der alten Hexentreppe) hinunter, holten wir uns noch ein Eis. So ging es frisch erholt und gestärkt auf die letzten fünf Kilometer der Wanderung. Die Treppe war ein Highlight und leider viel zu schnell zu Ende. Weiter ging es den alten Grenzweg hinunter bis zur HWN 18 (Grenzweg am Kaffeehorst). Dieser Stempel wanderte schon bei der Wanderung im letzten Jahr in mein Heft.

Um meine Mitwanderer zu ärgern, habe ich auf den letzten Metern eine fiese Steigung eingebaut. Diese begann am Gasthaus „Hexenritt Alm“ und endete dann am Rodelhaus. Nun reicht es aber auch mit den Höhenmetern für den Tag. Den Rest des Weges gingen wir parallel zur Seilbahn den Berg hinunter und freuten uns dann, am Parkplatz angekommen, auf unsere frische Kleidung und natürlich den abschließenden Besuch beim Harzer Schnitzelkönig.

Etwas später als sonst kamen wir in Lautenthal an und befürchteten schon das Allerschlimmste. Aber dem war nicht so. Marcel geleitete uns recht fix an unseren Tisch, wo uns die liebe „Charlie“ auch gleich, wie immer, lieb begrüßte und dafür sorgte, dass die frischen Kaltgetränke und das leckere Essen schnell zu uns kamen. Danke an das gesamte Team, ihr seid Spitze!

Wir hatten heute viele tolle Eindrücke gesammelt, sehr viele Straßensperren umfahren und wie immer viel gelacht. So ganz nebenbei kamen dann noch 19,2 km und 570 Höhenmeter bei einer reinen Laufzeit von 4 Stunden und 15 Minuten zusammen. Es hat wieder mal sehr viel Spaß gemacht.

Die nächsten Touren sind geplant und wir kommen wieder. „Harz geht immer!“