Tour 42: Hohegeiss und Umgebung

Tour 42: Hohegeiss und Umgebung

Datum der Tour: 9. Mai 2026

Start- & Zielpunkt: Wanderparkplatz Bechlerstein

Dauer: 3:38 Std.

Länge: 18.66 km

Aufstieg: ➚ 280 m

Abstieg: ➘ 280 m

Stempelstellen: 046 | 206 | 9951 | 157

Quelle: Screenshot von Komoot

Heute sollte es an die wenigen noch übrig gebliebenen Stempel des Harzer Grenzweg-Heftes gehen. Drei Stempel fehlen mir im Heft noch und einen habe ich für den heutigen Tag eingeplant. So ganz nebenbei wollten wir noch die HWN 9951 (Rotes Sofa) einsammeln, da wir uns quasi um die Ecke befinden.

Wenn man zum Ende eines Themenheftes noch einzelne fehlende Stempel einsammeln möchte, kann es sein, dass man in der näheren Umgebung schon sehr viel abgestempelt hat, und so war ich gezwungen, für den Tag drei Wanderungen zu planen. Das heißt also, 2 mal würden wir das Auto umsetzen müssen. Das ist nicht immer schön, aber wir machen das Beste draus.

Für die insgesamt 4 Stempel kommen so ca. 17,8 Kilometer und ungefähr 300 Höhenmeter zusammen. Zumindest theoretisch. Die Wirklichkeit sieht meist ganz anders aus.

Nachdem ich Tobi in Celle eingesammelt hatte und wir uns dort die Brötchen für das Kofferraumklappen-Frühstück „gefangen“ hatten, ging es um 7:15 Uhr los in Richtung Bad Harzburg. Dort befindet sich Mannamia und wir holen uns dort immer unseren Kaffee, wenn wir in der Nähe sind. Man kennt uns dort und nach einem kurzen Gespräch ging es dann weiter. Wir wollen ja auch endlich mal etwas wandern.

In Sorge habe ich uns den Parkplatz Ebersbachstraße ausgesucht und wir waren vom Parkplatz recht angetan. Hier kann man schön frühstücken. Die frische Luft und das Vogelgezwitscher stimmten uns schon auf die Wanderung ein. Noch war keine Menschenseele zu sehen und wir genossen das Frühstück. Nach dem Umpacken meiner Ausrüstung in den neuen Rucksack, wurde dieser noch eingestellt und ich freute mich auf das neue Stück Ausrüstung. Endlich musste ich bei einsetzendem Regen kein Cape mehr über den Rucksack stülpen, denn der Ortlieb Attrack ist komplett wasserdicht.

Das erste Ziel für heute war die HWN 46 (Grenzmuseum – Ring der Erinnerung). Knappe 4 Kilometer zum Stempelkasten und wieder zurück zum Auto. Die Landschaft sieht immer wieder anders aus. Dort war es wunderschön und im Freiland-Grenzmuseum konnten wir die Reste der originalen Grenzanlage bewundern. Wir hielten oft inne und versuchten uns vorzustellen, wie es dort früher wohl ausgesehen hat. Toll, dass diese Bauten für die „Nachwelt“ erhalten geblieben sind. Zahlreiche Tafeln boten zudem noch ausreichend Informationen zur alten Grenzanlage.

Wanderhighlight: Grenzmuseum Sorge

Das Grenzmuseum Sorge ist ein öffentlich und ohne Eintritt zugängliches Freilandmuseum bei Sorge im Harz. Es befindet sich unmittelbar an der früheren innerdeutschen Grenze südöstlich von Braunlage und soll an die Teilung Deutschlands in die Deutsche Demokratische Republik und Bundesrepublik Deutschland erinnern. Das Areal ist auf den Hinweisschildern im öffentlichen Straßenverkehr als Grenzlandschaft Sorge aufgeführt. Im Grenzmuseum sind original erhaltene Grenzanlagen der DDR zu besichtigen, darunter ein Stück Grenzzaun, die Hundelaufanlage, Teile des Signalzaunes und des Kolonnenweges aus Betonplatten, ein Beobachtungsturm und eine DDR-Grenzsäule. Der Beobachtungsturm wurde in den Jahren 2019/2020 saniert und ist zu bestimmten Anlässen und im Rahmen von Führungen begehbar. Quelle: Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Grenzmuseum_Sorge)

Wir machten viele Fotos und hielten uns etwas länger als geplant im Freilandmuseum auf. Bisher hatte es auch noch nicht angefangen zu regnen und die dunklen Wolken taten der Stimmung auf den Fotos sehr gut.

Das nächste Ziel war die HWN 9951 (Rotes Sofa), und wir stiegen wieder in das Auto, um nach Benneckenstein zu fahren. Parken konnte man direkt an der Hauptstraße, und nach kurzen 250 Metern standen wir vor einem riesigen roten Sofa. Verrückt! Wer baut so etwas in die Landschaft? Auf den Tafeln am Sofa stand, dass dieses Sofa mal eine Theater-Requisite „Die Legende von Sorge und Elend“ war und nun hier in Benneckenstein auf dem Feld als Stempelstelle dient.

Das rote Sofa war natürlich ein willkommenes Fotomotiv und wir ließen dafür sogar die kleine Drohne in die Luft steigen. Von oben war es eine tolle Perspektive für das Foto. Und so ganz nebenbei habe ich jetzt auch den ersten Stempel für das Jubiläum „20 Jahre“ Harzer Wandernadel – Heft.

Das Auto wurde jetzt noch einmal umgesetzt. Der Wanderparkplatz Bechlerstein in Hohegeiss war das Ziel und dort standen zu dieser Zeit schon ein paar Autos. Nach den ganzen Kurztripps war eine gemütliche 14,1-Kilometer-Runde jetzt genau das Richtige. Auch das Wetter war uns gnädig, und bis auf die tollen dunklen Wolken war alles wie vorher. Ich liebe diese Wolken auf den Fotos!

Bis zur Stempelstelle Kapellenfleck (HWN 157) wanderten wir abwechslungsreiche 6,6 Kilometer, und dort angekommen, wurde die Bank für eine kurze Pause genutzt. Fix den Stempel ins Heft gedrückt und weiter ging’s. Heute waren fast keine Wanderer zu sehen, was uns sehr gelegen kam. Lag es am Wetter?

Bis zum Stempel HWN 206 (Hahnestein) waren es weitere 6 Kilometer abwechslungsreiche Natur und wir konnten überall den Wald-Wandel beobachten. Alles war schön grün und auch die Aussicht war teilweise atemberaubend. Eine richtig tolle „Kopf-frei-Runde“ mal wieder. Auch dieser Stempel wurde ins Heft verbannt und weiter ging es in Richtung Auto. Es sind ja nur noch zwei Kilometer.

Am Auto angekommen, waren wir erleichtert, dass wir heute trocken geblieben waren. Nach dem Verstauen der Ausrüstung freuten wir uns schon riesig auf unseren Besuch beim Harzer Schnitzelkönig. Es war schon etwas später als üblich und unser Magen knurrte laut. Matze und sein Team versüßten uns den Nachmittag und die Schnitzel waren einfach köstlich wie immer.

Das war ein abwechslungsreicher Tag mit tollen Eindrücken und vielen Gesprächen. Wir haben mal wieder viel Gelacht und so ganz nebenbei kamen heute 18,66 km und 280 Höhenmeter bei einer reinen Laufzeit von 3 Stunden und 38 Minuten zusammen. Es hat wieder mal sehr viel Spaß gemacht.

Die nächsten Touren sind geplant und wir kommen wieder. „Harz geht immer!“