SWN7: Zwischen Marsch und Geest
Datum der Tour: 25. Juli 2026
Start- & Zielpunkt: Parkplat der Freiwilligen Feuerwehr Hinnebeck
Dauer: 2:10 Std.
Länge: 11.7 km
Aufstieg: ➚ 40 m
Abstieg: ➘ 30 m
Stempelstellen: SWN10

Quelle: Screenshot von Komoot
Nach einer kurzen Pause sollte es bei der Schwaneweder Wandernadel weitergehen. Am 06.06.2026 wurde auf dem Marktplatz in Schwanewede die neue Wandernadel in Silber nebst den zusätzlichen sechs neuen Wanderrouten vorgestellt. Ich konnte mir ein Heft ergattern und heute sollte es dann endlich weitergehen. Ausnahmsweise stand kein Wanderevent oder Harzbesuch bei mir an, also nutzte ich den frühen, sonnigen Samstagmorgen für diese Wanderung.
Auf dem Papier las sich die Tour „Zwischen Marsch und Geest“ total gut und ich freute mich auf eine gemütliche 11,4‑Kilometer-Runde in meiner alten Heimat. Wie immer wurde mir der Startpunkt und somit auch der Parkplatz der Wanderung vorgegeben und ich machte mich auf den Weg nach Hinnebeck.
Ich parkte auf dem Parkplatz bei der Freiwilligen Feuerwehr, legte den Rucksack an und ging los. Entlang der Hinnebecker Landstraße ging es hinaus in die Natur. Ich war total erschrocken, wie viele Autos diese Straßen hier im Nirgendwo nutzten, um von A nach B zu kommen. Das hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt.
Die Straße „Am Voßberg“ führte mich in eine etwas weniger bewohnte Gegend und ich wanderte an vielen Maisfeldern vorbei. Hier und da entdeckte ich ein paar tolle Fotomotive. Leider waren diese abgelegenen Straßen immer noch eine beliebte Strecke für sämtliche Autofahrer aus der Umgebung und ich freute mich schon auf den ruhigeren Teil der Wanderung. Irgendwann musste dieser ja mal kommen.
„Dann taucht der Pfad ein in das stille Kronsmoor: Zwischen alten Birken und feuchtem Unterholz öffnet sich eine geheimnisvolle Moorlandschaft, in der die Zeit stillzustehen scheint.“
Quelle: Zwischen Marsch und Geest
Davon war absolut nichts zu sehen. Einzig die Häuser wurden noch weniger. Aber ein Moor hätte ich mir spannender vorgestellt. Das geht bestimmt besser und die Planer dieser Strecke sollten sie mal etwas anpassen. Ich streifte auf dem weiteren Weg die Ortschaft Neuenkirchen und der nächste Kilometer ging direkt an einer belebten Landstraße entlang, bis es wieder in die „Wildnis“ ging.
„Am äußersten Dorfrand von Neuenkirchen streift die Route vorbei an alten Bauernhöfen und Häusern – ein stiller Gruß an das Dorfleben, bevor sich der Weg wieder öffnet.“
Quelle: Zwischen Marsch und Geest
Auch hier habe ich mich wirklich gefragt, ob die Schreiber des Textes diese Wanderung einmal selbst gemacht haben. Bisher fühlte es sich nicht nach „Genuss-Wandern“, sondern eher nach „Abarbeiten“ an. Es tut mir wirklich leid, aber wenn einem etwas nicht gefällt, muss man es auch aussprechen.
Von nun an änderte sich die Natur etwas und das ausnahmsweise mal zu ihrem Vorteil. Die Betonplattenwege waren hier allerdings alle mit Eisen- oder Stahlplatten abgedeckt. Sehr wahrscheinlich, um den Baufahrzeugen standzuhalten, die zum Glück an diesem Tag hier nicht langfuhren. Das wäre dann noch die Krönung gewesen.
Tolle Wiesen und Gräben begleiteten mich die nächsten Kilometer und boten, zusammen mit schönen Bäumen, einige tolle Fotomotive. Überall waren jetzt Wegweiser für die Baufahrzeuge zu sehen und sie deuteten an, dass es hier bald nicht mehr so schön aussehen würde. Strommasten oder Windräder, das konnte ich nicht erkennen. Aber egal, schön ist beides nicht.
Mittlerweile fingen wieder diverse Autos zu nerven an, die diese Wege als Abkürzung nutzen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Leute hier alle nicht durchfahren durften. Es war echt nervig, denn für mich und die Autos zusammen war kein Platz und einer von beiden musste auf den engen Wegen immer Rücksicht nehmen. Meist war ich es.
Den Stempelkasten habe ich bei einer kleinen Hütte mitten im Nirgendwo gefunden. Fix den Stempel ins neue Stempelheft gedrückt, wollte ich noch eine kleine Pause in der Hütte machen. Das habe ich mir dann aber erspart, denn es war dort ziemlich dreckig. Schade!
Auf dem „Hinnebecker Landweg“ ging es dann zurück nach Hinnebeck und ich war dann doch erleichtert, wieder beim Auto zu sein. Diese Wanderung streichen wir mal aus den Erinnerungen und ich freue mich auf die nächste Wanderung mit der Schwaneweder Wandernadel. Noch langweiliger kann sie ja nicht werden.
„Bitte liebe Gemeinde, passt diese Strecke noch einmal an. Für mich hat sie so nichts im Heft zu suchen.“









































