Tour 45: Blankenburg und Umgebung

Tour 45: Blankenburg und Umgebung

Datum der Tour: 18. Juli 2026

Start- & Zielpunkt: Parkplatz Regensteinmühle

Dauer: 3:26 Std.

Länge: 16.1 km

Aufstieg: ➚ 230 m

Abstieg: ➘ 230 m

Stempelstellen: 080 | 081 | 9958 | 059 | KL03

Quelle: Screenshot von Komoot

Nach zwei tollen „Genuss-Wanderungen“ war es mal wieder an der Zeit, ein paar Stempel zu holen. Der Wanderkaiser stempelt sich nicht von alleine. Missen möchte ich die letzten zwei Wanderungen aber trotzdem nicht. Es waren sehr schöne Wanderungen mit tollen Eindrücken und Erlebnissen.

Die Wetterfee war auf unserer Seite. Es waren maximal 27 Grad Celsius und leichte Bewölkung angesagt – das perfekte Wanderwetter. Geplant war eine lockere 14,7-Kilometer-Tour mit 5 Stempeln rund um Blankenburg. Ich freute mich schon auf die Burg Regenstein, denn von dort habe ich schon sehr viele tolle Bilder gesehen. Endlich durfte ich diese eindrucksvolle Burgruine mal selbst aus der Nähe bewundern.

Tobi war wieder dabei und er wurde um 7:00 Uhr in Celle eingesammelt. Der aufmerksame Leser weiß, dass wir noch die geliebten Zwiebelmett-Brötchen bei unserem Stammbäcker „Kiess & Krause“ herausholten, um dann nach dem Umpacken der Ausrüstung in Richtung Harz zu fahren.

Auch dieses Mal war unser bevorzugter „Kaffee-Dealer“ das Schlemmercafé in Wernigerode. Nach kurzem Zwischenstopp ging es dann weiter zum Parkplatz an der Regensteinmühle. Wir genossen dort das Kofferraumklappen-Frühstück bei strahlendem Sonnenschein und freuten uns schon auf die bevorstehende Wanderung.

Frisch gestärkt ging es dann auch los und das erste Ziel war die HWN 80 (Burgruine Regenstein). Ein leichter Anstieg führte uns nach knapp einem Kilometer zu einem Felsen oberhalb der Regensteinmühle. Von oben haben wir sie noch nie zu Gesicht bekommen. Es ist eine tolle Perspektive für ein Foto. Nun aber weiter.

Hach, was wäre die Strecke doch schön, wenn es im Harz auch Bäume geben würde! Spaß beiseite, denn hier bot sich ein toller Mischwald und es war durch den Schatten der Bäume total angenehm kühl. Der Weg zur Burg wurde wieder etwas steiler. Der Anblick, der sich uns dort oben bot, ließ die kurze Anstrengung aber schnell wieder vergessen. Nach dem Stempeln der HWN 80 in drei Hefte – Goethe-Weg, Burgen & Schlösser und Hauptheft – gingen wir zur Kasse und bezahlten die vier Euro Eintritt.

Wanderhighlight: Burg Regenstein

Die Burg Regenstein im nördlichen Harzvorland ist die Ruine einer mittelalterlichen Felsenburg bei Blankenburg im sächsisch-anhaltischen Landkreis Harz. Sie liegt auf dem nordwestlichen höchsten Punkt des aus Sandstein bestehenden Regensteinmassivs auf einem ca. 293 m hohen Sandsteinfelsen, dem Regenstein, der an drei Seiten steil abfällt. Von der schwer einnehmbaren Burganlage aus dem Hochmittelalter sind nur noch Ruinen vorhanden. Erhalten sind einige in den Fels hineingehauene Räume und Reste des Bergfrieds. Die Ruine umgibt Reste der neuzeitlichen Festung, mit Schanzen und Bastionen verschiedener Eigentümer und Besitzer, darunter Preußen, Franzosen und örtliche Territorialherren.

Quelle: Wikipedia

Die alte Burgruine war sehr eindrucksvoll und wir kamen aus dem Filmen und Fotografieren gar nicht mehr heraus. Man hatte einen guten Eindruck davon gewinnen können, wie das Leben damals auf dieser Burg stattgefunden hat. Der Weitblick von ganz oben war gigantisch. Irgendwann ging es dann aber weiter. Ein paar Stempel wollten noch eingesammelt werden.

Der Weg hinunter vom Regensteinmassiv war ebenfalls sehr abwechslungsreich und führte uns durch einen sehr grünen Mischwald. Bei Kilometer fünf kamen wir am nächsten Wanderhighlight an. Bei den Sandhöhlen im Heers befindet sich auch die HWN 81 (Sandhöhlen im Heers). Hier waren mittlerweile recht viele Touristen unterwegs. Es sind Ferien und die Sandhöhlen sind ein beliebtes Ausflugsziel. So gut es ging, schauten wir uns um und machten ein paar Fotos. Auch die Insta360 kam wieder einmal zum Einsatz. Mal sehen, was Tobi aus dem „Wunderkasten“ mal wieder herausholen kann.

Weiter zum nächsten Ziel. Durch einen wunderschönen Kiefernwald gingen wir direkt auf die HWN 9958 (Pastorenstein) zu. Der Pastorenstein ist ein historischer Gedenkstein. Er erinnert an den Börnecker Pastor Michaelis, der dort am 31. Oktober 1821 auf dem Heimweg im Wald erfror. Dort machten wir nach ein paar Fotos, eine Trinkpause und schon ging es weiter. Der Weg führte uns wieder zurück zum Parkplatz, wo wir am Auto vorbeigingen und anschließend die Straßenseite wechselten. Unsere Rundwanderung hatte heute die Form einer Acht.

Wanderhighlight: Sandhöhlen

Die Großen und Kleinen Sandhöhlen (ca. 195 m ü. NHN) sind ein Kulturdenkmal im Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt. Sie liegen bei Blankenburg im Heers genannten Waldgebiet nordöstlich unterhalb des Regensteins (289,4 m), auf dem sich die Burgruine Regenstein befindet. Es wird vermutet, dass sich dort in frühgeschichtlicher Zeit ein germanischer Thingplatz befunden hat. Der hier abgebaute sehr feine Quarzsand wurde früher als Scheuersand sowie als Streusand zur Reinigung von Dielenböden benutzt. Die Sandhöhlen im Heers sind als Nr. 81 in das System der Stempelstellen der Harzer Wandernadel einbezogen; von Wanderfreunden erhielt diese Stelle das Prädikat „Schönste Stempelstelle des Jahres 2009“.

Quelle: Wikipedia

An der Birkenbacher Mühle begegneten uns die ersten Schilder von E.M.T.I Harzmarsch. Die fleißigen Helfer waren gerade dabei, die Nachtwanderung vom gleichen Tag auszuschildern. Da habe ich ja genau die richtige Wanderroute herausgesucht, wenn Marcus und sein Team diese auch für die Nachtwanderung vorgesehen hatten. An der Birkentalmühle ging der Weg unter der A36 entlang des Goldbaches durch einen ebenfalls wunderschönen Wald. Hier war es trotz der Sonne angenehm kühl.

Am Mönchsmühlenteich machten wir die nächste Trinkpause und genossen die wunderbare Aussicht am Teich. Die Bank dort lud uns quasi zur Pause ein. Hier konnte man bestimmt auch gut baden. Das hätten wir bei der letzten Wanderung gut gebrauchen können.

Vorbei an der Teufelsbad-Klinik kamen wir bei Kilometer 11,5 an der nächsten Stempelstelle, der HWN 59 (Klostergrund Michaelstein), an. Fix gestempelt und dann direkt weiter zum nächsten Stempel in der Nähe. Wir konnten schon das Kloster Michaelstein sehen und wollten dort die nächste Trinkpause machen. Vielleicht konnte man dort irgendwo einkehren und ein frisches, kaltes, alkoholfreies Hefeweizen trinken. Das wäre super.

Direkt in der Nähe des Stempelkastens KL03 (Kloster Michaelstein) befand sich das Gasthaus „Zum weißen Mönch“. Ein kleiner, im Schatten gelegener Garten lud mit ein paar Tischen zum Verweilen ein und wir genehmigten uns das bereits angekündigte Hefeweizen. Die Pause tat gut. Es wurde langsam voller. Immer mehr Touristen waren hier unterwegs und wir suchten schnell das Weite.

Wir gingen weiter entlang des Harzer Klosterwanderweges durch den schattigen Wald und kamen wieder am Mühlenwanderweg an. Es ging wieder unter der A36 hindurch und wir kamen dann nach gewanderten 16,1 km und 230 Höhenmetern beim Auto an. Die reine Laufzeit betrug 3 Stunden und 26 Minuten. Wir wechselten die durchgeschwitzte Kleidung, genossen das kalte Wasser aus der Kühlbox und freuten uns auf die wohlverdienten Schnitzel beim H.S.K.!

Der nächste Halt war Lautenthal. Beim Harzer Schnitzelkönig mussten wir wie gewohnt nicht lange warten und das Bananenweizen inklusive Lautenthal-Schnitzel war wie immer ein Traum. Danke mal wieder an das gesamte Team und danke noch einmal an Marcel, der uns sofort einen tollen Platz zugewiesen hat! Es war mal wieder ein Essen bei Freunden.

Die nächsten Touren sind geplant und wir kommen wieder. „Harz geht immer!“