WH6: Heide Hunte Walk 2026

WH6: Heide Hunte Walk 2026

Datum der Tour: 29. August 2026

Start- & Zielpunkt: Konzertmuschel im Burgpark Wildeshausen

Dauer: 5:41 Std.

Länge: 30.0 km

Aufstieg: ➚ 100 m

Abstieg: ➘ 90 m

Quelle: Screenshot von Komoot

Unmittelbar nach dem Heide Hunte Walk im letzten Jahr hatten wir als 4er-Gruppe beschlossen, einmal als Eventhelfer, oder neudeutsch Volunteer, bei den Walking Heroes dabei zu sein. Einmal hinter die Kulissen eines solchen Events zu schauen und alles hautnah mitzuerleben. Jana und René freuten sich über die Zusage und wir waren fest eingeplant.

Der Tag der Veranstaltung rückte nun immer näher und wir vier wurden rechtzeitig in einer WhatsApp-Gruppe über alle nötigen Schritte und Entscheidungen informiert. Hier wurde besprochen, wer an welcher Station arbeitet und wer zu welcher Uhrzeit zum Aufbau erscheinen darf. Alles war gut durchorganisiert und der Tag des Events konnte kommen.

Am 29.08.2026 war es dann soweit. Ramona und ich hatten die Frühschicht und waren zum Aufbau im Start- und Zielbereich im Burgpark Wildeshausen eingeteilt. Dort befand sich auch der Verpflegungsposten. Es war also alles an einem Punkt zentriert. Das machte vieles einfacher.

Wir fuhren morgens rechtzeitig los, um vorher noch etwas zu frühstücken. Wer weiß, wann wir in der nächsten Zeit dazu kommen werden. Im Vorfeld suchte ich einen Bäcker in unmittelbarer Nähe des Burgberg-Parks Wildeshausen heraus und wir deckten uns dort mit Kaffee und Brötchen für das obligatorische Kofferraumklappen-Frühstück ein.

Ein Parkplatz direkt beim Start- und Zielbereich stand für uns bereit und wir konnten dort in aller Ruhe etwas essen und trinken. Noch einmal die Ruhe vor dem Sturm genießen. Um 6:45 Uhr gingen wir vom Parkplatz zur Konzertmuschel, um in den aufregenden Tag zu starten. Was würde uns heute so alles erwarten?

René war schon vor Ort und hatte bereits den Start- und Zielbogen aufgebaut. Nach einer kurzen, aber herzlichen Begrüßung wurden fix die Aufgaben verteilt und es ging sofort los. Der Pavillon für die Versorgungsstation musste aufgebaut und gesichert, die Bänke und Tische aus dem Auto geladen und aufgebaut werden. Es gab noch einiges zu tun.

Alles ging Hand in Hand und trotzdem war noch so viel zu tun. Der Kaffee wollte gekocht, die Körbe mit dem Obst und den Müsliriegeln wollten aufgefüllt und der Kühlschrank musste noch mit den Getränken aus den Kisten gefüllt werden. Aus der Ferne beobachteten uns die Gänse, welche es sich auf der großen Wiese gemütlich gemacht hatten. Es herrschte ein reges Treiben auf dem Vorplatz der Konzertmuschel im Burgpark von Wildeshausen.

Der Check-in war schon aufgebaut und um 8 Uhr kamen bereits ein paar Teilnehmer, die den frühen Check-in nutzen wollten. Ramona und ich hatten zusammen mit René dort Dienst und die Einweisung war gerade durch, als so langsam immer mehr Leute auf das Gelände kamen. Nun ging es langsam los – jeder wusste, was er zu tun hatte.

Es war schön mit anzusehen, wie der Platz immer voller wurde und die einzelnen Gruppen oder Teilnehmer ins Gespräch kamen. Sie machten es sich bei einem Kaffee oder Tee mit einer Kleinigkeit zu essen auf den Bänken gemütlich, um sich mit den anderen auszutauschen. Alles war friedlich und die Sonne ging langsam auf. Die Stimmung am Morgen war toll.

Nachdem die erste Startgruppe um 9:30 Uhr auf der Strecke war, wurde es wieder etwas leerer und ruhiger. Ich war verwundert, wie viele bekannte Gesichter für mich hier zu sehen waren. Wahrscheinlich auch ein Vorteil beim Check-in, denn hier mussten alle Teilnehmer vorbei. Ein Gruß an Angela und ihren Lebensgefährten geht hier an dieser Stelle raus. Auch die Presse war vor Ort, machte Fotos und interviewte die Teilnehmer.

Dass der Heide-Hunte-Walk reibungslos über die Bühne gehen konnte, lag auch an zahlreichen Helfern entlang der Strecke und an den Versorgungsstationen. „Wir haben dieses Jahr so viele Freiwillige wie noch nie“, zeigte sich Meinke erfreut. Einen von ihnen stellte er besonders heraus: Matthias Kleinekathöfer aus Vegesack. „Matze ist ein richtiger Edelhelfer. Jetzt ist er schon das sechste Mal dabei“, sagte Meinke. Die Ehrenamtlichen sorgten unter anderem dafür, dass die Teilnehmer unterwegs versorgt wurden, und kümmerten sich um die Wegweiser unterwegs.
Quelle: kreiszeitung.de vom 30.08.2026

Richtigstellung: Ich war das sechste Mal dabei, aber das erste Mal als Helfer. Alle freiwilligen Helfer sind natürlich „Edelhelfer“. Der Herr Holger Hinne von der Presse hatte es etwas falsch verstanden. Das „edel“ bezog sich darauf, dass ich für das Helfen auf den Start beim Heide Hunte Walk verzichtet hatte.

Nachdem die zweite Startgruppe um 10:30 Uhr von René auf die Strecke geschickt worden war, hatten die Helfer ein wenig Zeit, um selbst einmal etwas Luft zu holen und ein kleines Frühstück zu sich zu nehmen, denn gleich begann der etwas stressigere Teil für die Helfer. Brote schmieren und alles für die ersten Teilnehmer vorbereiten, um ihnen eine tolle Erholungspause zu bieten, bis es für sie wieder auf die Strecke ging.

Dann kam eine Nachricht, die den Tag für mich noch einmal komplett ändern sollte. Der Schlussläufer, oder in dem Fall der Schlussfahrer, ist ausgefallen und ich wurde von René gefragt, ob ich diese Aufgabe übernehmen möchte. Ich freute mich total, denn innerlich hatte ich einen kleinen Kampf mit mir ausgetragen. Wenn ich helfe (was ich total gerne mache), kann ich ja nicht wandern, was ich auch gerne machen würde. Bisher hatte ich noch keinen Lauf der Walking Heroes ausgelassen.

Ich stimmte zu, wollte mir aber von allen Helfern das „Okay“ holen. Denn ich war ja zum Helfen da. Ramona, Anja, Tina, Erik und Andreas hatten nichts dagegen und ich machte mich fertig. Wie es der Zufall so wollte, hatte ich meine komplette Ausrüstung dabei und konnte eigentlich ohne Probleme los. „Nein, Ramona, ich hatte heute Morgen noch nicht vor zu laufen. Ich bin einfach gern gut vorbereitet, wenn ich irgendwo hingehe.“

Meine Wasserflaschen für den Rucksack hatte ich nicht dabei (ich wollte ja nicht wandern). Diese wurden durch Apfelschorle aus der PET‑Flasche ersetzt und ich bin ca. 30 Minuten nach der letzten Startgruppe auf die Strecke gegangen. Mal sehen, was mich erwartet, denn ich hatte ja jetzt ein paar Aufgaben beim Laufen:

  • Die Strecke als letzte Person begleiten
  • Kontakt mit der Veranstaltungsleitung halten
  • Besonderheiten oder Probleme auf der Strecke melden
  • Sicherstellen, dass alle Teilnehmer das Ziel erreichen oder ordnungsgemäß aus dem Event ausscheiden

Dieses Jahr war die Runde etwas anders als im letzten Jahr. Die Strecke ging andersherum und einige Teile waren angepasst. Mal sehen, was René da wieder gezaubert hat. Ich werde jetzt keinen ausführlichen Streckenbeitrag schreiben, denn zum einen könnt ihr euch die Bilder anschauen und zum anderen dient dieser Blogbeitrag dazu, mal hinter die Kulissen eines solchen Events zu schauen.

Beim Streckenhighlight setzte der Nieselregen ein und das schöne Pestruper Gräberfeld war leider nicht so schön wie erhofft. Da hatten die anderen Teilnehmer mehr Glück als ich, denn sie waren etwas eher dort. Aber egal, man kann das Wetter eh nicht ändern. Ein paar Eindrücke konnte ich aber in den Bildern festhalten.

Ich durfte nicht zu schnell gehen, denn überholen war für mich heute tabu. Das fiel mir sehr schwer – hätte ich doch noch etwas später losgehen sollen? Das Alleinelaufen machte mir nichts aus, ich bin schon einmal eine 45‑Kilometer-Wanderung alleine gelaufen und es hat mir nichts ausgemacht – wir beide haben uns gut miteinander vertragen. Bis zur ersten Pause für mich habe ich keinen einzigen Teilnehmer gesehen.

An der Versorgungsstation waren noch einige Teilnehmer, die das tolle Essen und die Ruhe dort genossen haben. Anja hatte für mich etwas Teig für die Waffel zurückgehalten und diese Waffel habe ich echt gebraucht. Danke dafür, Anja! Und danke noch einmal an die anderen Helfer, die mir dieses ermöglicht haben. Ich weiß, dass ihr richtig Stress mit dem Schmieren der Brote hattet!

Ich wollte wieder los, denn lange Pausen liegen mir nicht so. Aber ich hatte heute einen Auftrag. Also musste ich noch etwas warten, bis alle Teilnehmer wieder auf der Strecke waren. Das Wetter war jetzt perfekt zum Laufen. Es war sogar richtig angenehm warm.

Bis fünf Kilometer vor dem Ziel waren keine Teilnehmer zu sehen. Doch dann lief ich auf Anja und ihre Freundin auf. Als verantwortungsvoller Schlussläufer setzte ich mich auf eine Bank und machte eine kleine Pause. Keine gute Idee! Es dauerte eine Weile, bis ich wieder in Schwung kam.

Etwas später stieß ich auf Volha, die nicht mehr so gut laufen konnte und gerne abgeholt werden wollte. Ich hatte ihr angeboten, sie noch bis zum Ziel zu begleiten, aber sie konnte nicht mehr weitergehen. Ihr Wanderbuddy (oder Freund?) lief den Rest noch zu Ende und ich schickte die Koordinaten für die Abholung zur Veranstaltungsleitung.

Es war nicht mehr weit bis zum Ziel und ich freute mich auf das Finisher-Getränk. Ich lief weiter und war gespannt, ob ich noch jemanden „einsammeln“ oder motivieren durfte. Etwa bei Kilometer 28 saß noch eine Teilnehmerin auf einer Bank und wartete auf Abholung. Ihr Freund war schon weitergegangen und wollte im Ziel Bescheid geben. Vorsichtshalber gab ich die Koordinaten auch noch einmal durch.

Bei Kilometer 29 stieß ich wieder auf Anja und ihre Freundin und wir liefen gemeinsam ins Ziel. Wir hatten sogar noch etwas Zeit zum Reden und dadurch raste die Zeit nur so.

Somit war mein Auftrag erfüllt und ich hatte die Strecke „besenrein“ übergeben. Anja hat sich nach dem Event noch bei mir über Instagram gemeldet und sich noch einmal bedankt. Eine tolle und nette Geste. Das hat mich total gefreut.

Am Ziel angekommen, war kaum Zeit für mich. Aber das hatte ich mir ja selbst ausgesucht. Zeit für mein Finisher-Getränk hatte ich aber noch und als dann die letzten Teilnehmer den Park verlassen hatten, begann für uns der Abbau. Dieser lief reibungslos, koordiniert und schnell ab. Das war echt toll.

Und so ging ein genialer, aber anstrengender Tag zu Ende. Danke Jana und René, dass wir dabei sein durften. Es war, zumindest für mich, nicht das letzte Mal. Grüße gehen noch an Tina und Andreas raus. Es war toll, euch kennengelernt zu haben.