MA2: Mammutmarsch Bremen 2026

MA2: Mammutmarsch Bremen 2026

Datum der Tour: 5. September 2026

Start- & Zielpunkt: Bürgerweide Bremen

Dauer: 5:26 Std.

Länge: 30.3 km

Aufstieg: ➚ 60 m

Abstieg: ➘ 50 m

Stempelstellen:

Quelle: Screenshot von Komoot

Nach unserem ersten und bisher letzten Mammutmarsch, dem Nachtmammut 2024 in Hamburg, hatten wir uns eigentlich geschworen, nie wieder an einem Mammutmarsch teilzunehmen. So mies war der Eindruck, den dieser Marsch damals bei uns hinterlassen hatte. Bis jetzt hatten wir es auch durchgehalten, aber die neue Veranstaltung in unserer Heimatstadt Bremen hat uns zum Umdenken bewogen.

Schlechter als die Strecke vom Bremer Megamarsch kann die Strecke vom 1. Mammutmarsch in Bremen ja nicht sein. Die Komoot-Strecke ließ Gutes erahnen, und wir wollten dem Veranstalter mit der Premiere in Bremen eine zweite Chance geben. Es gab noch eine Premiere für uns, denn unser Freund René von den Walking Heroes hat sich als Begleitung angekündigt und da konnten wir natürlich nicht „Nein“ sagen.

Ramona und ich fuhren an diesem Samstagmorgen – mit ausreichend Zeit als Puffer – zunächst zum Bäcker, um die Brötchen und den Kaffee für unser Kofferraumklappen-Frühstück zu besorgen. Anschließend ging es mit dem Auto in Richtung Bremer Bürgerweide und wir hofften, einen kostenlosen und nahen Parkplatz zu finden. Wir waren gut vorbereitet und hatten dazu noch etwas Glück. Keine 300 Meter von der Bürgerweide entfernt fanden wir einen tollen Parkplatz in einer Nebenstraße.

Nun hatten wir genügend Zeit zum Frühstücken, und die Zeit nahmen wir uns auch. René war mit dem Zug angereist und meldete sich, um zu sagen, dass er schon vor Ort sei. Wir wollten ihn nicht so lange warten lassen, nahmen unsere Rucksäcke und gingen los zum Start- und Zielbereich.

Aus allen Richtungen strömten die Teilnehmer auf die Bürgerweide und wir waren erstaunt, wie groß das Veranstaltungsgelände doch war. René war schnell gefunden und nach der Begrüßung wurden noch ein paar Fotos gemacht. Beim Check-in lief alles schnell und reibungslos ab. Nach kurzer Zeit hatten wir alle Bänder und Unterlagen zusammen und wir schauten uns vor dem Start noch ein bisschen auf dem Gelände um.

Durch einige Gespräche mit Bekannten, die wir dort getroffen hatten, verging die Zeit sehr schnell. So schnell, dass es nun nicht mehr lange bis zum Start dauerte. Wir gingen zügig zum Startkanal und die Vorfreude auf eine tolle 30-Kilometer-Wanderung stieg von Minute zu Minute. Nach dem Warm-up von Norman wurde unsere Startgruppe pünktlich um 8 Uhr auf die Strecke geschickt.

Wir sind zusammen mit den 55-Kilometer-Teilnehmern gestartet, und am Ausgang der Bürgerweide wurden wir in unterschiedliche Richtungen geschickt. Unser Weg führte uns direkt am Bürgerpark entlang, wo wir die nächsten 2,5 Kilometer rechts vom Wald und links vom Torfkanal mit einem tollen Ausblick belohnt wurden. Zwischendurch fing es leicht zu nieseln an – zu wenig, um sich die Regenjacken anzuziehen. Na, das kann ja heute was werden. Generell war für diesen Tag etwas mehr Regen angesagt. Mal sehen, was da noch so auf uns zukommen würde.

Nach etwa 3,5 Kilometern kam der Stadtwaldsee und wir bogen ab in Richtung Universität Bremen. Landschaftlich war es bisher schon mal eine wunderschöne Wanderung. Der Regen hörte zwischendurch immer mal wieder auf und kurz nach dem Achterdieksee kam bei Kilometer 12 der erste VP. Es war ausreichend Platz vorhanden und die Menschenmenge war kleiner als erwartet.

Wir nahmen uns ausreichend Zeit und besorgten uns die nötigen Sachen zu essen. So ganz nebenbei unterstützten wir noch die Vereinskasse eines hiesigen Fußballvereins, der auf dem Sportplatz dort ein Fußballturnier ausrichtete. Der Stand des Vereins hatte eine tolle Auswahl und man musste dort nicht anstehen. So gefiel uns die verdiente erste Pause!

Etwas mehr als die Hälfte hatten wir noch vor uns und wir machten uns bei strahlendem Sonnenschein wieder auf den Weg. Über geschickt gewählte Wege führte die Strecke uns zur alten Galopprennbahn und auch direkt über das Gelände. Ein tolles Naherholungsgebiet mitten in Bremen wurde uns hier geboten. Es war wunderschön hier.

Nun ging es weiter in Richtung Weser, die wir über das Weserwehr überquerten. Es wurde immer dunkler am Himmel und als wir entlang des Werdersees in Richtung des zweiten VP liefen, kam so viel Regen herunter, dass wir zum Teil bis auf die Unterhose nass geworden sind. Irgendwann war es nämlich zu spät, die Regenhose anzuziehen und wir wurden für die Faulheit ziemlich deutlich bestraft.

Wir durchquerten ein großes Kleingartengebiet („Am Krähenberg e.V.“) und kamen dann beim Sportplatz Stadtwerder zum zweiten VP. Wir waren noch satt vom Eis, welches wir uns im „Eiscafé de Luca“ in Bremen-Hemelingen genehmigt hatten – und überquerten den Platz, um die letzten knapp 7 Kilometer in Angriff zu nehmen.

Die Sonne kam heraus und es wurde sofort warm. Perfekt, denn jetzt konnten die vollkommen durchnässten Hosen trocknen! Wir liefen immer noch etwas weiter am Werdersee entlang, um dann beim Teerhof die Weser wieder zu überqueren. Der Sonnenschein lockte zahlreiche Besucher an die Weserpromenade und die ganzen Mammuts bahnten sich den Weg durch die Menschenmenge an der Weser.

Kurz vor der Stephanibrücke wurden wir noch vom „Wettermann“ Andree Pfitzner für einen „Buten un Binnen“-Beitrag zu einem Interview „gezwungen“. Dieser Beitrag von Ramona schaffte es leider nicht in die Abendausgabe – aber wir hatten jetzt wieder etwas Gesprächsstoff für die letzten 2,5 Kilometer. Diese führten uns nun über eine extrem wackelige Brücke und einen kleinen Teil der Wallanlagen immer näher in Richtung Bürgerweide. Über die lange Findorffstraße kamen wir wieder zurück zur Bürgerweide und nach 5 Stunden und 26 Minuten ins Ziel.

Wir holten uns noch die Stempel, das Finisher-Band und den Getränke-Chip ab, um uns dann noch eine schöne Stelle für das Sieger-Foto mit Medaille zu suchen. Dem großen Mammut wurde wegen des Sturms die Luft herausgelassen, also musste eine schnöde Zeltwand als Hintergrund für das Foto herhalten. Bei Cola und Bier saßen wir noch etwas zusammen und beschlossen, dass wir so einen Tag gerne wiederholen wollten.

Dafür, dass ich nie wieder an einem Mammutmarsch teilnehmen wollte, wurde ich nicht enttäuscht. Zumindest die 30‑Kilometer-Strecke war ein Genuss und für eine teilweise urbane Strecke war sie geschickt in Bremen eingebunden. Die Strecke war abwechslungsreich, spannend und kam an vielen Sehenswürdigkeiten vorbei. Klasse gemacht! Es geht also auch anders. Da kann sich der Streckenplaner vom Megamarsch einmal eine Scheibe von abschneiden. Danke, Mammutmarsch, wir kommen gerne wieder mit euch nach Bremen.